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Glaub, Sitte und Heimat

Historie der St.Johannes Nepomuk Schützenbruderschaft Alt-Lintfort von 1753, die im Januar 2026 in der Kamper Bruderschaft verschmolz.


Aus der Chronik der Bruderschaft
aus dem Jubiläumsjahr 2003

Der heilige Johannes Nepomuk ist ein besonderer Beschützer derjenigen, die an ihrer Ehre und gutem Namen verletzt werden. Daher sind viele Bruderschaften unter seinem Schutz errichtet worden. „So soll die angefangene hochlöbliche Bruderschaft in brüderlicher Liebe, Friede und Einigkeit erhalten bleiben, damit wir nach diesem Leben uns mit allen Heiligen im Himmel erfreuen mögen. Hierzu möge uns Gott seine Gnade, unser Schutzpatron aber seine Fürbitte verleihen“.



Die Bruderschaftsfahne:


So lautet auszugsweise das Gründungsprotokoll, welches datiert ist auf den 1. May 1753 in Lindforth zu Alten Camp.

Zwar haben die 30 Eingesessenen des späteren Quartiers Lindforth bei der Aufrichtung ein umfangreiches Reglement erstellt, jedoch die Ursache, die zur Gründung der Bruderschaft Anlass gab, ist nicht weiter erwähnt. Bei der Suche nach den wirklichen Gründen sind wir bereits an dieser Stelle auf Vermutungen angewiesen.
So kann es sich bei der Aufrichtung der Bruderschaft im Jahre 1753 um die Aktivierung einer bereits vorher bestehenden Bruderschaft gehandelt haben. Die ausführliche Ausarbeitung des Reglements, in dem die Aufgaben und Pflichten der Offiziere und aller Brüder niedergelegt sind, lässt auf fundierte Kenntnisse im Bruderschaftsleben schließen. Ein weiterer Grund zu der angeführten Vermutung leitet sich aus den Plaketten des Königssilbers ab. Hier haben wir Plaketten, die ältere Jahreszahlen tragen.
Alle angestellten Vermutungen, auch die vor dem Hintergrund der damaligen unsicheren landespolitischen Verhältnisse, führen zu Aspekten, die uns von dem Gründergedanken immer weiter entfernen. Im Grunde genommen sollte die Errichtung der Bruderschaft der Festigung der nachbarschaftlichen Beziehungen in allen Belangen und allen Situationen des täglichen Lebens dienen. Wenn uns auch nur spärliche Aufzeichnungen aus der Gründerzeit vorliegen, kann doch aus dem Vorhandenen der Schluss gezogen werden: eine Vereinigung mit gesellschafts- und sozialpolitischen Aufgaben auf der Grundlage christlicher Glaubens- und Sittenlehre.
Die Entwicklung der ersten Jahre zeigt die Notwendigkeit der Errichtung der Bruderschaft auf. So konnten bereits am Bruderschaftstag des Jahres 1754 weitere 27 Brüder und Brüderinnen in die Gemeinschaft aufgenommen werden.


Zur Bezeichnung Brüderinnen ist folgende Erklärung nötig: Ehefrauen und Kinder der Brüder gehörten selbstverständlich mit zur Bruderschaftsfamilie. Um allein stehenden Frauen und Witwen den Beitritt zur Gemeinschaft zu ermöglichen, wurde der Begriff der Brüderin eingeführt, der eine Änderung des Reglements unnötig machte. Von den Pflichten, wie die Brüder sie zu erfüllen hatten, waren die Brüderinnen befreit.
Zur Lösung mancher der gestellten Aufgaben waren auch damals schon finanzielle Mittel erforder-lich. Um diese Mittel aufzubringen spendeten die Offiziere bei ihrer Wahl einen festgelegten Betrag. Die Brüder spendeten nach Belieben in die Büchse, die der Giltmeister zweimal jährlich brachte. Dieses Geld stand dem Kapitän zur Verfügung, um in Not geratene bedürftige Brüder zu unterstützen. Erst in späteren Jahren ging man dazu über, auch von den Brüdern einen festgesetzten Beitragssatz und eine Aufnahmegebühr zu erheben.
Die Bruderschaft hatte gleich in den ersten Jahren schwere Bewährungsproben zu bestehen. Der 7-jährige Krieg (1756-1763) brachte mit den durchziehenden Truppen viel Unruhe in dieses Gebiet. Aus der Überlieferung wissen wir von Gefechten, die sich die für Preußen kämpfenden hannoverschen und braunschweigischen Truppen mit den Franzosen hier lieferten. Es galt damals Leben und Besitz mit den Waffen zu verteidigen, die Opfer der Überfälle zu versorgen und die entstandenen Schäden zu beseitigen. Aus dieser Zeit sind uns keine Unterlagen erhalten geblieben. Möglicherweise sind aber auch keine Aufzeichnungen erstellt worden, denn nicht jede Hand, die Pflug und Waffe führte, wusste mit Tinte und Feder umzugehen.
Lückenhaft ist auch das Kassenbuch aus dieser Zeit. So wissen wir über den Kauf einer Fahne im Jahr 1789. Hierfür hatte jeder Bruder einen Taler gespendet. Die Abrechnung weist aus, dass 3 Taler und 7 Silbergroschen mehr ausgegeben wurden als man zur Verfügung hatte. Der damalige Kapitän hat diesen Umstand besonders festgehalten und die Richtigkeit der Eintragung bestätigt.
Aus den folgenden Jahren sind uns nur die Namen der Kapitäne und die einiger Könige der Bruderschaft überliefert. Ob die Bruderschaft während der französischen Besetzung und während des Anschlusses an Frankreich öffentlich auftreten konnte, ist nicht erwähnt. Erst ab 1822 liegen wieder Abrechnungen vor, die uns Aufschluss über das damalige Bruderschaftsleben geben. So finden wir ab hier die Eintragungen für den Brudersboten; eine Einrichtung, die dann bis 1941 Bestand hatte.
Er war verpflichtet, die aufgetragene Mitteilung, z.B. das Ableben eines Mitbruders, unverzüglich allen Brüdern kundzutun. Keine leichte Aufgabe, wenn man sich das Einzugsgebiet der Bruderschaft vorstellt, das damals den Streifen von Kamp über Eyll bis Rayen und von dort bis Lintfort umfasste. Diese Verpflichtung wurde jährlich aus der Kasse honoriert.
Eine damals ebenfalls übliche Einrichtung war die Wallfahrt nach Kevelaer. Hier erhielten der Vorbeter und der Fähnrich eine Entschädigung für die übernommenen Bemühungen.
Überhaupt war die Pflege des kirchlichen Lebens zur damaligen Zeit besonders intensiv. So hatte die Bruderschaft sowohl in der Klosterkirche in Kamp als auch in der Kirche in Eyll einen Bildstock ihres damaligen Schutzpatrons. Für die Ausschmückung und Unterhaltung war jeweils ein Schützenbruder zuständig, der auch das Anzünden von Wachskerzen übernahm.
Um das Wachs für die Kerzen aufzubringen, mussten neu aufzunehmende Brüder meistens eine bestimmte Menge hiervon liefern. Auch Übertretungen der Satzungen wurden mit einer Abgabe von Wachs bestraft.
Einer der Höhepunkte des Bruderschaftslebens war auch damals schon der Vogelschützentag. Ein Meister seines Faches — so berichtet der Chronist vom Vogelschießen im Jahr 1843 — konnte wiederum die Königswürde erringen. Was in der Chronik besonders festgehalten wurde und uns überrascht, ist der Umstand, dass der König immerhin 92 Jahre zählte. Soweit es sich feststellen lässt, hat es weder vorher noch in den nachfolgenden Jahren einen älteren König in der Bruderschaft gegeben.


Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Bruderschaft wurde 1853 mit dem Bau eines Heiligenhäuschens begonnen. Dieses wurde aus Ziegelsteinen eines Feldbrandofens, der im jetzigen Gestfeld lag, im gotischen Stil errichtet.
Durch Spenden aller Mitglieder wurden die Materialkosten aufgebracht. Hand- und Spanndienste wurden unentgeltlich durchgeführt.
Die Pflege und Instandhaltung oblag jeweils dem Hauptmann und Major der Bruderschaft, die alle drei Jahre neu gewählt wurden.
Ihnen war es zum Teil ein persönliches Bedürfnis, sich um die Erhaltung und Verschönerung dieses Bauwerkes zu bemühen. Insgesamt gehörten zu dieser Zeit 116 Mitglieder der Bruderschaft an, davon kamen 5 aus Kamp und 9 aus Rayen.
Es war dies - vom heutigen Standpunkt betrachtet - die Blütezeit unserer Bruderschaft. Der Mitglie-derbestand konnte nach dem Krieg 1870/1871 sogar noch erhöht werden, allerdings war es haupt-sächlich in den Außenbezirken Kamp und Rayen, wo sich die Zahl der Mitglieder erhöhte. So weist das 1883 aufgestellte Mitgliederverzeichnis insgesamt 136 Brüder und Brüderinnen auf, von denen 12 aus Rayen und 16 aus Kamp und Umgebung kamen.
Inzwischen hatte der gute alte Taler ausgedient und war durch die Mark ersetzt worden. Hierdurch hatte es in den Abrechnungen der Jahre 1880 - 1882 einiges Durcheinander gegeben. Denn zu dieser Zeit wurde, wie auch schon vorher gehandhabt, das nicht benötigte Geld der Bruderschaft als Darlehen bei Bedarf an eingeschriebene Brüder ausgeliehen. So konnte durch zurückgezahlte Gelder die Bruderschaft im Jahr 1885 eine neue Fahne kaufen, ohne dass der Kassenbestand aufge-zehrt wurde. Diese Fahne begleitete die Mitglieder der Bruderschaft auf der Wallfahrt zum hl. Rock nach Trier im Jahre 1891.
Der damalige Vorstand der Bruderschaft entschloss sich 1892 eine Versicherung für die Fahne und das Königssilber abzuschließen, die heute noch Bestand hat. Ebenfalls wurde ein Konto bei der Sparkasse eingerichtet, auf dem Gelder für die Instandhaltung der Bildstöcke in Kamp und Eyll, sowie für das Heiligenhäuschen eingezahlt wurden.
Bis 1910 wurde in der Bruderschaft das Königsschießen mit der Armbrust durchgeführt. Es wurde dann ein Luftgewehr angeschafft, mit dem dann zunächst bis 1914 der König ermittelt wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde erstmals 1921 das Königsschießen durchgeführt, das zum Schluss Johann van Treek als Sieger für sich entscheiden konnte.
Das höchste Königsgeld wurde 1923 in der Inflation gezahlt und betrug 12.000 Mark; während für die Musik an diesem Tag 95.000 Mark aufgebracht werden mussten. In der anschließenden Goldmarkzeit wurde 1925 die so genannte Umlagekasse gegründet. Die bis dahin übliche Form der finanziellen Unterstützung bei Sterbefällen wurde in neue Artikel und Bestimmungen gefasst, die nicht nur in Bruderschaftskreisen Unruhe und Aufregung brachten.
Den alten Jahresbüchern ist zu entnehmen, dass um 1930 jährlich ca. 25 Messen für verstorbene Mitglieder gelesen wurden. In dieser Zeit wurde das Königsschießen mit dem Kleinkalibergewehr bei Schragmann durchgeführt.
Im Jahre 1935 fand der Anschluss an den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften statt.
In den Jahren 1937 - 1946 wurde jeweils ein König bestimmt, da das Schießen nicht mehr erlaubt war. Ab 1942 waren auch Versammlungen verboten. Das Patronatsfest mit Kirchgang fand ohne Musik statt.
Das erste Schießen nach dem 2. Weltkrieg wurde 1947 bei Peters mit der Armbrust ausgetragen. Von 1950 an wurde beim Bergveilchen wieder mit dem Luftgewehr geschossen.
Die Einweihung der neuen Bruderschaftsfahne in Seide erfolgte 1949. Sie ist 1952 in eine Schwenkfahne geändert worden und ist noch heute im Pfarrzentrum zu bewundern:

Unser 200-jähriges Stiftungsfest feierten wir im Jahre 1953. Das Jubelfest wurde am 10. Mai im Vereinslokal Peters begangen, zu dem auch die Bruderschaften aus dem Stadtbezirk eingeladen waren. Zu diesem Anlass wurde eine neue Vereinsfahne angeschafft, die vor dem Festhochamt in der Pfarrkirche Kamp geweiht worden ist. Jubiläumskönigspaar waren Johann van Treek und Helene Westermann.
Im Heiligen Jahr unter dem Schutz Mariens 1954 ist ein Photoalbum für die Bruderschaft angeschafft worden. Und 1956 wird erstmals ein Kinderschützenfest ausgerichtet, von dem aber leider keine Unterlagen mehr vorhanden sind.
Mit einem neu gekauften Kleinkalibergewehr findet das Königsschießen 1957 auf dem Schießstand bei Schragmann statt. Ab 1959 ist der neue König wieder mit dem Luftgewehr bei Delhees Bergveilchen ermittelt worden. Der Kleinkaliberstand bei Schragmann wurde abgebrochen und der neue Schießstand bei Kleinlosen war noch nicht fertig.

Die alte Königin stiftete der Bruderschaft ein Königinnendiadem.

Bei der Grundsteinlegung für die St.-Barbara-Kirche am 28.06.1959 hatte die Bruderschaft einen Bogen errichtet. Bei der ersten Trauung in der neuen Kirche sind der König Fritz Welbers mit der Königin Berta Noebels vermählt worden.

In der Jahreshauptversammlung 1961 wurde beschlossen, den Kassenbestand von 418,41 DM der St. Barbara Kirche für den Kauf eines Messgewandes, eines Kelches oder einer Monstranz zuzuführen.

Zum ersten Mal findet der kirchliche Aufzug - das heutige Patronatsfest - zur St. Barbara Kirche statt.
Jugendliche ab 14 Jahren wurden 1963 in die Bruderschaft aufgenommen und bildeten mit über 20 Jugendlichen eine Jungschützengruppe. In diesem Jahr ist auch erstmals das Nikolausschiessen er-wähnt worden.
Nach langjährigen Diskussionen ist eine Unfallversicherung abgeschlossen worden. Der Jahresbeitrag wird der allgemeinen Situation angepasst, Mitglieder über 80 Jahre sind beitragsfrei.
Das Heiligenhäuschen, das im 2. Weltkrieg zerstört und von der damaligen Baufirma Willing vollständig renoviert und mit einem von der Zeche Friedrich Heinrich kunstvoll gefertigten schmiedeeisernen Gitter versehen war, wurde 1963, bedingt durch die straßenbaulichen Entwicklungen, abgerissen.


Josef Heck und Johann van Treek erhielten 1969 aus der Hand von Kreisbundesmeister Josef Elsing das St. Sebastianus Ehrenkreuz - die höchste Auszeichnung des Bundes.

Im Jahre 1970 zog die Bruderschaft zum esten Mal an ihrem Patronatsfest zum St.-Bernhard-Hospital, wo wir mit einem kleinen Umtrunk empfangen wurden. Hierbei ist das Fahnenschwenken auf der großen Wiese als ein besonderer Höhepunkt hervorzuheben.


Mit der Einweihung des Pfarrzentrums am 07. Mai 1972 erhält die Bruderschaft eine neue Heimstätte, in der bis heute ihre Veranstaltungen stattfinden. Zu Beginn des Festhochamtes beim Patronatsfest 1973 ist das neue Königssilber gesegnet worden. Die Kette wurde durch Plaketten von Königen der Vorjahre vergrößert. Das alte Königssilber, dessen ideeller Wert unschätzbar ist, sollte künftig nur noch als Ausstellungsstück dienen.


Am 09.12.1973 wurde der im Keller des Pfarrzentrums neu errichtete Schießstand eingeweiht. Das Christkönigsfest auf Bruderschaftsebene ist wieder eingeführt worden. Die Bruderschaft richtete zum ersten Mal im Pfarrzentrum eine Karnevalsveranstaltung aus. Wurde früher für jeden Verstorbenen gesammelt, wird jetzt ein Pauschalbetrag für die Sterbekasse erhoben.
Das Jahr 1978 stand ganz im Zeichen unserer 225-Jahr-Feier. Es wurde ein würdevoller Krönungsball mit dem König Jakob Engels und seiner Königin Katharina in einem Festzelt gefeiert. Hierzu waren alle Schützenbruderschaften der Stadt Kamp-Lintfort, sowie die St. Martini Bruderschaft Eyll/Rayen erschienen.


Seit der Gründung im Jahre 1753 wurde die St. Johannes Nepomuk Schützen-bruderschaft von folgenden Brudermeistern geführt:

1753 Wilhelm Forthmans
1756 Herman Fondermans
1759 Gerit Gormans
1762 Hermann Fondermans jr
1765 Franz Theysejans
1768 Johan Henrich Schrörs
1771 Heinrich Brambosch
1774 Jacob Spiesen
1777 Gerardus Meymers
1780 Henrich Drehmans
1783 Jacob Finmans
1786 Jan Mulders
1789 Joan Wilhelm Gormans
1792 Derick Spiesen
1795 Tilman Huffmans
1798 Joan Spürkmann
1801 Peter Schopmann
1804 Derick Huffmans
1807 Peter Quamechels
1810 Bernard Langen
1813 Joan W. Hosterman
1816 Joan W. Finmans
1819 J. Theodor Schrörs
1822 Jacob Kuhnen
1825 J. Wilhelm Mulders
1828 Herman Finmans
1831 J. Theodor Luiten
1834 Gerhard Gorman
1837 Franz Brambosch
1840 Jacob Langen
1843 Gerhard Brunen
1846 Gerhard Evers
1849 Tilman Pusen
1851 Franz Dacken
1854 Johann Anstots
1857 Joh. Heinrich Spiesen
1860 Johann Kelders
1863 Johann Jöris
1866 Jakob Hannman
1869 Joh. van der Kuhlen
1872 Johann Bots
1875 Wilhelm Brambosch
1878 Heinrich Kellings
1881 Heinrich Kuhnen
1884 Heinrich Kuhnen
1887 Heinrich Landwehr
1890 Johann Ermen
1893 Johann Küppers
1896 Wilhelm Nöbels
1899 Johann Püsken
1902 Wilhelm Vinnbruck
1905 Gerhard Bots
1908 Wilhelm Neuen
1911 Johann Vinnbruck
1914 Johann Vennhoff
1917 Theodor Landwehrs
1920 Wilhelm Engels
1923 Gerhard van Treek
1926 Jakob Lingen
1929 Gerhard Pottbeckers
1932 Franz Selders
1935 Johann Gerhards
1938 Johann Langen
1941 Bernhard Scheibelhut
1945 Johann van Treek
1948 Hermann Spürkmann
1962 Johann van Treek
1973 Wilhelm Neuen
1977 Franz Hartmann
1989 Wilhelm Engels
1995 Herbert Kirscht
2016 Stefan Angenvorth


Unsere Bruderschaft im Vereinsrückblick
die letzten 25 Jahre bis zum Jubiläum 2003


1979 - Unser Brudermeister Franz Hartmann hatte nach mühevoller Vorbereitung die bestehenden Bruderschaftsregeln in eine aktuelle Satzungsform gebracht. Diese Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am 21.1.1979 beschlossen.
1980 - 2 neue Schwenkfahnen wurden geweiht.
1981 - Johannes und Marianne Hemmers wurden Königspaar.
Erstmals wurde die Eyller Straße durch uns standesgemäß in die Königsallee umbenannt.
Der Landesbezirk wirbt für die Mitgliederaufnahme von Frauen in unsere Bruderschaft.
1982 - Der Karnevalsabend wird nicht mehr von der Bruderschaft organisiert und an die St. Barbara Frauengemeinschaft übergeben.
Das Vogelschießen entfällt, da diese Veranstaltung von nun an nur noch alle  2 Jahre stattfindet. Der König regiert nun für 730 Tage.
1984 - Die Satzung wird geändert. Von nun an können auch Frauen als vollwertige Mitglieder in die Bruderschaft eintreten.
1985 - Unvergessene 150-Jahr-Feier der Pfarrei Eyll mit großem Pfarrfest. Unsere Bruderschaft gab ihr Bestes.
1986 - Probst Lindlar aus Xanten wurde als neuer Bezirkspräses eingeführt.
Die Martini Bruderschaft feierte ihr 175-jähriges Jubiläum. Dazu wurden wir eingeladen und feierten kräftig mit. Die glanzvolle Ausrichtung und Organisation des Festes im kleinen Rayen erstaunte uns sehr.
Zum 25-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde St. Barbara konnten wir neben dem Pfarrheim endlich auch mal unsere Kirche schmücken und kränzen.
1987 - Hans-Jürgen Nowak prüfte im 13. Jahr als Kassenprüfer die Kasse. Gemeinsam mit Oswald Wormann wird er im Jahr 2003 den Rekord von über 25 Jahren als Kassenprüfer halten. Unsere Fahnenschwenker erlebten einen außergewöhnlichen Festtag beim Besuch des Papstes in Kevelaer. Auf dem Patronatsfest im Pfarrheim wird zu vorgerückter Stunde durch Franz Hartmann folgender Spruch des Jahres kreiert:
„St. Johannes schau hernieder, deine Brüder feiern wieder – und wie soll es anders sein, mit St. Martini im Verein“.
1988 - 200 Schützen feiern zusammen mit uns das 1. Stadtschützenfest in Kamp-Lintfort.
„Nele geht nach Bethlehem“, so hieß das Theaterstück der Gruppenleiter von St. Barbara bei unserem – wie immer beliebten – Bruderschaftskaffee und Nikolaus-Preisschießen.
1989 - Nach 12 Jahren als Brudermeister gibt Franz Hartmann sein Amt weiter an Willi Engels.
1990 - Weihe einer neuen Schwenkfahne mit dem Bildnis des Heiligen Nepomuk.
Wolfgang Rinio schaffte es, beim Pokal-Schießen 30 Ringe zu treffen.
Die neue Schwenkfahne









1991 - Alle 3 Wanderpokale gingen an den Kirscht-Clan:
Gerda 29 Ringe,
Andra 29 Ringe,
Herbert 27 Ringe.
Auf einer außerordentlichen Vollversammlung am 4.2.1991 wurde die Auflösung der Sterbekasse beschlossen. Die Beiträge und die Auszahlungssumme waren nicht mehr zeitgemäß.
1992 - Unser König Karl-Heinz Möbis holte mit nur einem einzigen Schuss den linken Flügel des Stadtschützen-Vogels herunter.
1993 - In einer großen Aufräum- und Frühlingsaktion sorgte die Bruderschaft für ein wieder ansehnliches Bild der Kindergartenanlage. Als Ausgleich dafür erhielten wir von unserem Präses Pater Ambrosius den notwendigen Zuschuss für die Anschaffung eines Waffen-Stahlschrankes.
Zum Patronatsfestumzug wurde durch den Thron des Königs Gerhard Ketelaars erstmals eine Kutsche für unsere betagten Mitglieder eingesetzt.
1995 - Unser Königssilber wurde durch einen Goldschmied aus Kevelaer geändert.
1996 - Mit 86 Jahren gab Adolf Schommer seinen Bezirk an einen jüngeren Unterkassierer ab. Er hätte noch gerne weitergemacht.
In der Patronatsmesse wurde die von Werner und Anneliese Möller gestiftete neue Brustplakette gesegnet.
1997 - Schwarze Schützenhüte lösten die Jahrhunderte lang getragenen Zylinder als neue Kopfbedeckungen ab. Zum einen schade, zum anderen mutig.
1998 - Nach Pater Ambrosius heißt nun unser neuer Präses Reinhard Kleinewiese. Nun geht’s mit junger Kraft voran.
Stefan Angenvorth wurde Stadtschützenkönig. Wir waren alle ganz stolz.
1999 - Die St. Josef Bruderschaft Kamp errichtete nach alten Unterlagen und Bildern unserer Bruderschaft ein neues Heiligenhäuschen am Kamper Berg.
2000 - Die Bruderschaft führte erstmalig ein Familien-Sommer-Fest durch. Es war ein herrlicher Tag mit Fahrradtour, KK-Schießen, gutem Essen und Getränken im Biergarten des Bienenhauses zu Millingen.
2001 - Wir befinden uns im Jubiläumsfieber.


Die Königspaare der St. Johannes Nepomuk Bruderschaft nach 1945:

1946 Jakob Engels und Frau Katharina
1947 Theo van den Boom und Margarete Westermann
1948 Franz Ketelaars und Helene Riedel
1949 Leo Langen und Else Görtz
1950 Hermann Langen und Else Koenen
1951 Josef Spürkmann und Hannelore Scherbel
1952 Paul Kelders und Agnes Noebels
1953 Johann van Treek und Helene Westermann
1954 Hermann Westermann  und Lene Guyens
1955 Wilhelm Timp und Wilma van den Boom
1956 Heinrich Wohltmann und Adelgunde Neuen
1957 Adolf Schommer und Hermine Hirsch
1958 Andreas Rüger und Frau Beate
1959 Aloys Staubach und Agnes Weykamp
1960 Friedrich Welbers und Berta Noebels
1961 Josef Stenmans und Frau Mechtilde
1962 Theo Hirsch und Frau Hermine
1963 Wilhelm Schür und Frau Trude
1964 Johannes Hemmers und Elisabeth Cronenbroeck
1965 Andreas Rüger und Frau Beate
1966 Wilhelm Noebels und Frau Margarete
1967 Rudolf Beyl und Frau Hanni
1968 Gerhard Westermann und Frau Maria
1969 Josef Blumensaat und Frau Luise
1970 Jakob Engels und Frau Katharina
1971 Adolf Schommer und Frau Elisabeth
1972 Wilhelm Neuen und Frau Adelgunde
1973 Franz Ketelaars und Frau Sofie
1974 Wilhelm Mours und Frau Margot
1975 Franz Hartmann und Frau Eva
1976 Hans-Jürgen Nowak und Frau Marlis
1977 Wilhelm Engels und Frau Agnes
1978 Jakob Engels und Frau Katharina
1979 Wilhelm Langen und Frau Inge
1980 Wilhelm Neuen und Frau Adelgunde
1981 Johannes Hemmers und Frau Marianne
1983 Theo van Bernum und Frau Rita
1985 Gerdi Westermann und Emmi Bastek
1987 Herbert Kirscht und Frau Gerda
1989 Hans Kilders und Frau Maria
1991 Karl-Heinz Möbis und Frau Petra
1993 Gerhard Ketelaars und Ilse Scharf
1995 Werner Möller und Frau Anneliese
1997 Stefan Angenvorth
1999 Wolfgang Rinio und Frau Christel
2001 Heinrich Ketelaars und Frau Gabriele
2003 Herbert Kirscht und Frau Gerda
2005 Johannes Verhülsdonk und Frau Rosi
2007 Werner Verhülsdonk und Claudia Eickers
2009 Jürgen Preuß und Frau Irmgard
2011 Christoph Kämmerling und Frau Anni
2013 Renate Kirmse und Mann Dieter
2015 Heinrich Ketelaars und Frau Gabriele
2017 Johannes Verhülsdonk und Frau Rosi
2019 Dieter Kirmse und Frau Renate
2023 Jürgen Preuß und Frau Irmgard


Das Königspaar Herbert und Gerda Kirscht im Jubiläumsjahr 2003:













Die Bruderschaft im Jahr 2003



40 Jahre Jungschützen der der St. Johannes Nepomuk Bruderschaft

Unter dieser Devise hat es in der Bruderschaft immer wieder Ansätze gegeben, um die Jugend für die Mitarbeit in der Bruderschaft zu interessieren. Von dem leider verstorbenen Schützenbruder Wilhelm Timp gingen die Impulse aus, die 1963 zur Bildung einer Jugendgruppe in der Bruderschaft führte. Durch seinen Einsatz innerhalb des Vorstandes, dem er als Schriftführer angehörte, und durch seine private Unterstützung hat sich Wilhelm Timp um die Jungschützen besonders verdient gemacht. Da zudem in dem Schützenbruder Johannes Hemmers ein Jungschützenwart gefunden wurde, der sich ganz für diese Aufgabe einsetzte, konnten bereits in den ersten Jahren respektable Leistungen erzielt werden. So erhielt die Jungschützengruppe, die zu den zahlenmäßig stärksten Gruppen im Kreisverband zählte, bereits 1964 das erste Jungschützenbanner. Sie stellte 1965 den 2. Bezirksmeister und 1967 den Bezirksprinz. Jedes Jahr wird bei den Jungschützen der Prinz ermittelt und der Prinzenball durchgeführt. Hier zunächst eine Aufstellung der bisherigen Prinzenpaare:

1964 Herbert Derks und Angelika Langen
1965 Erasmus Wozniak und Christel Schür
1966 Rainer Wicher und Marianne Deselaers
1967 Ernst Geis und Angelika Beyl
1968 Hans Schmieding und Christel Derks
1969 Josef Wicher und Marianne Deselaers
1970 Herbert Kirscht und Gerda Neuen
1971 Peter Deselaers und Christa Langen
1972 Heinrich Ketelaars und Beate Schommer
1973 Gerhard Ketelaars und Ingeborg Würfels
1974 Franz Langkamp und Irmgard Verhülsdonk
1975 Heinrich Ketelaars und Ursula Hartmann
1976 Karl-Heinz Verhülsdonk und Anneliese Köffer
1977 Klaus Macke und Elke Schulte-Tieckmann
1978 Thomas Witt und Susanne Rinio
1979 Friedel Spütz und Maria Noebels
1980 Manfred Gietmann und Martina Koelbl
1981 Peter Sunder und Susanne Rinio
1982 Astrid Becker-Blum und Norbert Derks
1983 Thorsten Möller und Susanne Nowak
1984 Stefan Angenvorth und Gertrud Noebels
1985 Edda Siepen und Gerhard Ketelaars
1986 Otto Speicher und Birgit Speicher
1987 Stefan Angenvorth und Birgit Papen
1988 Norbert Mours und Carola Horn
1989 Andra Kirscht und Hermann-Josef Kilders
1991 Markus Angenvorth und Gaby Färbers
1993 Steffen Kirscht
1995 Steffen Becker
1997 Steffen Kirscht
1999 Nick Pawlowski
2003 Dirk Reischl und Anja Peters

Aus der Reihe der Jungschützen finden sich immer wieder Mitglieder, die die Jungschützengruppe leiten. So hat von 1975 bis 1977 Ernst Geis die Gruppe geführt. Von 1978 bis 1990 war es Gerhard Ketelaars, der die Verantwortung über die Jugendarbeit übernommen hat. Im Jahr 1991 wurde Stefan Angenvorth zum Jungschützenmeister gewählt.

Die Frauen in der Bruderschaft

Schon seit Bestehen der Bruderschaft spielten die Frauen eine wichtige Rolle. Sie standen den Männern mit Rat und Tat zur Seite und begleiten sie als Königin und Throndamen auf dem Festumzug. Allerdings war es damals üblich, dass der König sich als Königin nicht die eigene Ehefrau wählte.
Erst im Jahre 1958 brach Andreas Rüger die Tradition und nahm seine Ehefrau Beate zur Königin. Diese Regelung wurde auch von allen nachfolgenden Königspaaren angenommen.
Im Jahre 1984 „ergab“ sich auch unsere Bruderschaft der „Emanzipation der Frau“.
Die Satzung wurde geändert und von nun an konnten auch Frauen als vollständige Mitglieder in die Bruderschaft eintreten, d. h. mit allen Rechten und Pflichten, die das Bruderschaftsleben mit sich bringt. Doch leider ist es bislang noch keiner Frau gelungen, den Vogel abzuschießen, weil stets in letzter Minute der Ehemann die Königswürde errang.
Die Jungschützen waren in dieser Hinsicht etwas fortschrittlicher. Hier hat schon des Öfteren eine Prinzessin den Vogel abgeschossen.
Im Jahre 1987 gab es einige entscheidende Änderungen im Vereinsleben, für die die Frauen sich stark machten. Um die Vereinskasse aufzubessern, erklärten sie sich spontan bereit, für das leibliche Wohl bei allen Veranstaltungen selbst zu sorgen. Seit dieser Zeit gibt es beim Krönungsball und Patronatsfest ein leckeres Büffet für alle Gäste und zu anderen Anlässen selbstgebackenen Kuchen und alles, was dazu gehört.
Wenn man dann noch die vielen Röschen, Dekorationen und Arbeiten hinter den Kulissen in Augenschein nimmt, kommen alle Männer zur Erkenntnis:
Was wäre unsere Bruderschaft ohne unsere Frauen???

Fahnenschwenker
Traditionell gehören zu unserer Bruderschaft auch Fahnenschwenker, die zu allen festlichen Anlässen schwenken. Geschwenkt wird die Fesselung und Entfesselung des hl. St. Sebastianus, dem Schutzheiligen aller Bruderschaften.




Im Jahr 2002 sind folgende Fahnenschwenker aktiv:
Dirk Reischl, Stefanie Reischl, Miriam Lohmann, Steffen Kirscht, Steffen Becker, Kira Langanki und Tobias Plüm
Bis zum Jubiläum werden noch ausgebildet:
Anne Kramps, Matthias Kramps und Christin Langanki
Zum Jubiläum wird Stefan Kramps den 1965 von Gunda Neuen gestickten Wimpel tragen.

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